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Retrospektive 2012, 2013

2014-08-21

2011

Haha. War eigentlich als Witz gemeint.

 

[HorribleSubs] Chihayafuru - 20 [720p].mkv_snapshot_13.43_[2012.02.23_11.16.18]

2012

01 | Fate/Zero (9/10)

02 | Hyouka (9/10)

03 | Sakamichi no Apollon (9/10)

04 | Chihayafuru (8/10)

05 | Chouyaku Hyakunin Isshi: Utakoi (8/10)

06 | Jinrui wa Suitai Shimashita (7/10)

07 | Joshiraku (7/10)

08 | Danshi Koukousei no Nichijou (7/10)

09 | Last Exile: Gin’yoku no Fam (7/10)

10 | Nisemonogatari (6/10)

Eher mieses Jahr. Geheimtipps: Utakoi, das sich der sublime Kasai Kenichi in seinem wohlverdienten Urlaub vom lausigen Bakuman gegönnt hat, sowie die feinsinnige zweiteilige OVA zu Kimi no Iru Machi vom Regisseur von Eve no Jikan und Patema Inverted, Yoshiura Yasuhiro.

Interessant, wenn auch nicht durchgehend gelungen, die zweite Staffel von Last Exile. Zusammen mit Eureka Seven AO der Auftakt einer kleinen Reihe von unerwarteten Fortsetzungen alter Fernsehserien und Manga – siehe auch JoJo’s Bizarre Adventure (2013 und 2014), Genshiken Nidaime (2013), Rozen Maiden (2013) und, wofür ich jeden Tag eine Kerze anzünde, Mushishi Zoku Shou (2014). Interessanter Trend. Relative Enttäuschungen: Sayo Yamamoto’s Mine Fujiko to Iu Onna (6/10), Matsuo Kou’s Natsuyuki Rendezvous (5/10), sowie Nisemonogatari, das beim Balanceakt, den jeder Monogatari-Anime darstellt, ziemlich danebentritt.

 

[gg]_Aku_no_Hana_-_10_[FCBEF269].mkv_snapshot_22.59_[2013.07.21_18.20.38]

2013

01 | Uchouten Kazoku (9/10)

02 | Shinsekai Yori (9/10)

03 | Kyousogiga TV (9/10)

04 | Aku no Hana (9/10)

05 | Monogatari S2 (9/10)

06 | Chihayafuru S2 (8/10)

07 | Kyoukai no Kanata (8/10)

08 | Robotics;Notes (8/10)

09 | Love Lab (7/10)

10 | Aiura (7/10)

11 | Gin no Saji (7/10)

12 | Genshiken Nidaime (7/10)

13 | Suisei no Gargantia (7/10)

14 | Yahari Ore no Seishun Love Come wa Machigatteiru (7/10)

15 | Yondemasu yo, Azazel-san! Z (7/10)

Deutlich besser als 2012. Die Top 5 ist samt und sonders exzellent. Ausreißer nach oben: Kyoukai no Kanata, das mir mit seiner extrem hohen technischen Qualität mehr Spaß gemacht hat als den meisten, und OreGaIru. Für gute Adaptionen halbwegs anständiger light novels – kommt beides selten genug vor – habe ich viel Sympathie. Ausreißer nach unten: Rozen Maiden (6/10), das nach einem beeindruckend subtilen Anfang stark nachlässt, und Psycho-Pass (6/10), bei dem sich Shiotani Naoyoshi als zu schwach erweist, um mit dem Skript eines Urobuchi klarzukommen. 2012 (Fate/Zero) und auch aktuell (Aldnoah.Zero) zeigt Aoki Ei, dass er es besser kann. Ein durchwachsenes Zeugnis stellt sich Murata Kazuya diesbezüglich mit Suisei no Gargantia aus.

Gesonderte Erwähnung wert: Chihayafuru ist schön, so schön. Nagahama Hiroshi (Mushishi, Aku no Hana) zementiert seine Stellung als einer der absolut besten TV-Anime-Regisseure. Love Lab ist der vorläufige Höhepunkt des unfassbar talentierten jungen Kaders bei Doga Kobo, einem Studio, das seinen steilen Aufstieg und seine große Popularität nach Neuausrichtung sicherlich verdient hat. Matsumoto Rie wiederum, die neben Deai Kotomi und Ishizuka Atsuko derzeit beste junge Regisseurin, die nicht mit KyoAni involviert ist, hat den Misserfolg ihres zauberhaften Kyousogiga nicht verdient. Sauerei.

 

Gut. Bis 2016 dann.

Retrospektive 2011, Die Anime: #10 – #1

2012-12-25

Ach richtig, da war ja was. Frohe Weihnachten, bis 2014 oder so.

***

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Retrospektive 2011, Die Anime: #30 – #11

2012-02-05

So, einmal Luft geholt.

2011 war kein schlechtes Jahr etc etc. Je länger ich über Anime schreibe, desto affiger kommen mir derlei Zuschreibungen vor; es gibt kein Anime-Gosplan, das einen Fünfjahresplan ausarbeitet und verfolgt  – 2010 lassen wir schleifen, aber 2011 greifen wir wieder an, fuffzig Einheiten Moe, zwölf Mecha,… rückblickende Zuschreibungen sind eine Krücke für Schreiber Blogger ohne großen Wert. Daher nur knapp: 2011 war kein schlechtes Jahr etc etc.

Wenn ich meinen Statistiken glaube, dann hatte ich im vergangenen Jahr 0,3 Wertungspunkte weniger Spaß an Anime als im Jahr zuvor, Schnitt von 7,1 statt 7,4. Kam mir gefühlt aber anders vor, und spielt letztlich keine große Rolle. Der Grund liegt im Übrigen in der Masse von knapp überdurchschnittlichen, aber gefälligen Sachen, für die ich meine Rangliste erweitern musste. Ist das ein Indikator für die gestiegene Solidität des Outputs, oder bin ich nur noch weicher geworden?

Ich werde die Retrospektive diesmal knapper gestalten (müssen): Anime #30-#11 mit zwei, drei Anmerkungen je Eintrag, Anime #10-#1 womöglich etwas ausführlicher, und ein weiterer Post für den übrigen Krimskrams. Und das auch nur, weil ich es trotz hartnäckigster Versuche nicht geschafft habe, die täglichen Klicks auf Null zu bringen. Beschämenswert. Aber ich gebe nicht auf! Weiterlesen …

Heilige Scheiße

2012-01-26

Regie: Shinichiro Watanabe.

Musik: Yoko Kanno.

noitaminA, April 2012.

http://www.noitamina-apollon.com/

Weihnachten fällt aus.

2011-12-23

Und mit Weihnachten meine ich mein Preview für die Winter Season 2012.

Gut, nicht ganz; wird eher so ein Weihnachten wie wenn die Werft dichtmachen muss und der Vater den Job verliert und die Kinder dann keine Playstation 3 kriegen, sondern eine von diesen brasilianischen Konsolen, die wie eine Playstation 3 aussieht, aber eigentlich ein Sega Genesis ist. Dann erhängt sich der Vater auf dem Dachboden, weil er die Hypothek nicht mehr bedienen kann. Also Weihnachten ja, aber kein tolles.

Jedenfalls: ich habe keine Zeit. Lahmste Begründung aller Zeiten, aber deswegen leider nicht weniger wahr. Mein Studienabschluss steht an, und den darf ich nicht verbocken, wenn ich weiter in der Wissenschaft arbeiten will.

Meinen Animekonsum musste ich wegen akuter Zeitnot der letzten Wochen drastisch reduzieren, auch wenn ich guter Dinge bin, irgendwann wieder aufzuholen. Wenn ich einst wieder in Tritt komme, schreibe ich auch mehr; dann aber kürzer und schneller, mein bisheriges Langformat kann ich nicht mehr stemmen.

Ob auch Ostern ausfällt, also mein Jahresrückblick, weiß ich noch nicht.

Was ich von der anstehenden Season irgendwann anschauen werde: Natsume Yuujinchou Shi, Nisemonogatari, Black Rock Shooter, Another. Was ich testen werde: Ano Natsu de Matteru, Area no Kishi, Kill Me, Baby, Amagami SS plus. Sehr schwache Aussichten; die Spring Season sieht dann aber schon wieder deutlich besser aus.

Schöne Feiertage, frohes neues Jahr, etc. Hatte die Ehre.

Fall Season 2011 Preview

2011-09-25

Die zurückliegende Sommersaison und die anstehende Herbstsaison scheinen tatsächlich die Rollen getauscht zu haben, wenn man sich die Zahl der Shows anschaut. Wieso? Kein Plan. Aber die Ausklingphase hat sich das wirklich gute Animejahr verdient.

Mir kommt das ganz gelegen; im kommenden halben Jahr sind meine Termine, Jobs, Aufgaben weniger regelmäßig, aber dafür vorbereitungs- und zeitintensiver. Paar Serien passen da gut in die Garbage Time der nächsten Monate. Und: an meinem Backlog zu arbeiten wird mir deutlich leichter fallen als im vergangenen Sommer, als ich irgendwie noch Last Exile reinquetschen wollte (was sich aber gelohnt hat). Wer weiß, vielleicht fällt auch mehr Zeit für den Blog ab…

Für eine Rückschau ist es noch zu früh, aber drei Trends zeichnen sich schon ab. Erstens, dass wir 2011 wesentlich mehr Originalanime als in den letzten Jahren zu sehen bekommen haben, was erfreulich ist. Adaptionen können auch prima sein, in der Masse würde diese risikoarme Strategie aber fade. Zweitens, dass plötzlich viel mehr Anime über 2 cours laufen. Und drittens, dass – aber da müsste ich für stichfeste Aussagen nochmal Zahlen wälzen – die Verkäufe in Japan angezogen haben. Kann man daraus schließen, dass es wieder bergauf geht? Who knows. Wir werden’s sehen.

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Review: Hourou Musuko

2011-09-13

Im Gender-Diskurs kann man sich kaum bewegen, ohne zwischen Altfeministinnen (bäh, Schwarzer), Neo-Emanzen (bäh, Roche), Chauvis mit ihren lahmen Lila-Latzhosen-Lesben-Sprüchen (und panischen Daseinsängsten), und ätzenden Hipstern und New-Age-Spinnern (huhu, ich bin gender fluid!) aufgerieben zu werden. Was schade ist, weil es einem das Interesse an wichtigen Sachen wie dem Bewusstsein von Geschlechterrollen vergällt. Deren Probleme sind eben nicht nur marginale Randerscheinungen, sondern allgegenwärtige Dinge – zum Beispiel, im ehemals kleinen Rot jetzt das unerträglich kitschige Girlierosa zu sehen; fick dich, Hello Kitty und fick dich, Disney Company.

Hourou Musuko befasst sich fast ausschließlich mit Themen, derer ich also schon lange überdrüssig geworden bin. Geschlechterrollen, Homosexualität und Transsexualität als Gegenstand von Geschichten sind ja an sich perfectly fine; der Kladderadatsch, der ihnen übergestülpt wird, dagegen eben nicht. Ganz und gar nicht. Zumal in bestimmten Ecken des Internets; es gibt wenig, das mich derart nervt wie der Beißreflex der Reiz-Reaktion-Maschinen  – hihi, Trap. Selbst wenn ich zugeben muss, dass die sexuelle Eskalation in den Anime und Manga der letzten Jahre Beißspielzeug en masse geliefert hat.

Nun ist Hourou Musuko aber zugleich die Adaption eines Manga von Takako Shimura. Und Shimura hat sich nicht nur mit ihren konsequent sensiblen Behandlungen dieser Probleme einen Namen gemacht, sondern kann dabei sogar völlig auf die in Japan so beliebte Fetischisierung der Androgynie verzichten – was im superdiversen Medium Manga auch durchaus geht. Finanzielle Risiken und Aufwand halten sich in Grenzen, und genügend Liebhaber bestimmter Stilrichtungen und Gattungen finden sich ebenfalls oft genug, um eine Produktion abseits der rein gewinnorientierten Magazine zu tragen.

Bei Anime wird es kniffliger, weil mehr an ihnen hängt, nicht zuletzt Arbeitsplätze. Trotzdem kann man Mittel und Wege finden, komplexere und gewagtere Settings unterzubringen, ohne seine Integrität zu verlieren. Aoi Hana demonstriert das prima. Dabei ist diese Geschichte im Vergleich zu Hourou Musuko noch verhältnismäßig zahm: junge Lesben im Oberschulalter sind ein Stück weit massenkompatibler als Grundschulkinder, die an ihren Geschlechterrollen (ver-)zweifeln. Aoi Hana stand die eher konservative Adaption von J. C. Staff dementsprechend gut zu Gesicht – aber wie zum Henker sollte in so einem verseuchten Klima eine Geschichte wie diejenige von Hourou Musuko funktionieren? AIC Classic wagt sich für noitaminA an eine experimentellere Lösung.

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