Skip to content

Preview: Sarai-ya Goyou

2009-11-25

Schön war’s. Fuji TV rief in Noise vor ziemlich genau einem Jahr einen neuen Programmblock ins Leben, in dem mit Michiko to Hatchin, Ristorante Paradiso und Aoi Hana drei richtig gute bis fantastische Anime liefen, die eben nicht ganz ins übliche Schema passten. Ristorante Paradiso hatte statt junger Mädchen alte Männer als Hauptakteure, Aoi Hana brachte das Kunststück fertig, als dedizierter Yuri-Anime weniger yuri zu sein als das, was heute so als gewöhnlicher Anime durchgeht, und über Michiko to Hatchin wird bis Ende des Jahres noch zu schreiben sein. Man sieht, ich bin Fan.

Leider löste Fuji den Block nach Ende der Ausstrahlung von Aoi Hana wieder auf. Es sollte eben nicht sein. Ganz traurig bin ich aber nicht, denn Noise war eh schon so etwas wie das Sahnehäubchen auf dem Sahnehäubchen;  mit noitaminA hat Fuji nämlich schon seit über vier Jahren bereits eine Reihe im Programm, in der Anime eine Heimat finden, die auf die ein oder andere Weise aus der Rolle fallen. In diesem Jahr etwa liefen unter diesem Label Titel wie Kamiyamas Eden of the East und das ungewöhnliche Erdbeben-Drama Tokyo Magnitude 8.0. Im Januar wird an dieser Stelle die dritte und letzte Staffel des charmanten kleinen Nodame Cantabile ihre Premiere feiern. Und seit gestern wissen wir, was ihr folgen wird.

Es wird eine Manglobe-Adaption von Natsume Onos Sarai-ya Goyou („The House of Five Leaves“ in der englischen Veröffentlichung), wie ich bei Can you Moe? lesen durfte. Ono kann man zum Beispiel kennen, wenn man Ristorante Paradiso gesehen hat. Denn ihrer Feder entspringt der Manga, der als Vorlage diente. Hier wie dort findet man sie auf den ersten Blick im eigenwilligen Stil der Zeichnungen wieder, mit seinen harten Konturen und den vielsagenden Blicken der Augen.

Aber auch bei dem, was das Internet an Zusammenfassungen der Story bietet, kann man das tun. Das Sujet ist ein anderes, klar. Sarai-ya Goyou spielt laut ANN und MangaUpdates in der Edo-Ära und behandelt das Leben des Samurai Akitsu Masanosuke, dessen Lehnsherren ihn wegen seiner Naivität wieder und wieder aus der Pflicht entlassen, bis er bei der titelgebenden Räubertruppe unter deren Anführer Yaichi anheuert. Im Manga, und damit dann wohl auch im Anime, sollen die Charaktere und ihre Beziehungen im Mittelpunkt stehen.

Das hat natürlich gewisse Yaoi-Anklänge. Auch Ono’s Ristorante Paradiso nutzte die Hauptfigur der Nicoletta vor allem, um aus ihrer Warte die eleganten signori des Restaurants bewundern zu dürfen. Gepflegt, weltgewandt, souverän, erfahren und einfühlsam. In mehr oder weniger ausgeprägten Spuren wird man das wohl auch bei Sarai-ya Goyou wiederfinden – und das ist absolut okay so, denn Beziehungen kann Ono fein schreiben. Das sind dann nicht unbedingt die ausdetaillierten, vielschichtigen Beziehungen, sondern die ikonischen, die durch ihre Konstellation alleine schon genügend Strahlkraft haben.

Aber das passt, weil Ono viel über ihren ganz speziellen Stil vermittelt. Und in Manglobe auch einen Partner gefunden hat, der ihn adäquat in bewegte Bilder übersetzen wird. Gut, The Sacred Blacksmith ist eine eher peinliche Auftragsarbeit. Aber die anderen Titel, die das aus Bones hervorgegangene Studio auf dem Kerbholz hat, sprechen für sich: Samurai Champloo, Ergo Proxy, und eben das besagte Michiko to Hatchin. Anders als andere kann Manglobe auch anders, zumal das Ganze dann auch noch für noitaminA produziert wird. Ich denke, dass sich da so einiges gefunden hat, um für einen guten Anime zu bürgen. Wieder ein spannender Titel mehr für 2010, fein fein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: