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Iron Man Anime, Iron Man Machinima

2010-07-26

Von der Kooperation amerikanischer und japanischer Animationsanstalten und Produzenten mag man halten, was man will – aber wenn Studio Madhouse frisches Geld zugeführt wird, ist das immer ein Grund zur Freude. Weswegen ich mich über die Zusammenarbeit von Madhouse mit Marvel generell auch freue, selbst wenn ich mit den vier Titeln, für die Madhouse Anime produzieren wird – X-Men, Iron Man, Hulk, Wolverine – bislang wenig anfangen konnte; was übrigens weniger an einem möglichen culture bias liegt, Manga sind pauschal sicher nicht besser (oder schlechter) als amerikanische oder frankobelgische Comics; ich mag die Stoffe einfach nicht.

Was ich aber sehr (sehr!) mochte, war der erste Teaser für Iron Man, den Marvel vor ziemlich exakt einem Jahr veröffentlichte. Extrem stark und stilvoll ästhetisiert, flüssig animiert, dynamisch, wuchtig, ikonisch – ein Erlebnis. Fantastisch vor allem, wie der Anime die Farbschema und Optiken moderner amerikanischer Comickolorierung aufgreift, eine in der Form in Anime wirklich viel zu selten zum Einsatz kommende Technik. Natürlich ist klar, dass der Streifen nur eine tech demo war – aber die sind zugleich ja auch immer Versprechen. So jedenfalls konnte die Vermählung von Ost und West meinetwillen gerne aussehen.

So, wie der Iron Man-Anime dann tatsächlich aussehen wird, sollte es hingegen nicht sein. Zur diesjährigen Auflage der San Diego Comic Con veröffentlichte Marvel einen neuen Teaser, und an Stelle der atemberaubenden handanimierten Sequenzen aus dem ersten Trailer wird der Anime nun doch auf massive Computeranimationen setzen. Was natürlich prinzipiell nachvollziehbar ist, weil der Detailgrad des ersten Videos in einem Fernsehanime aus ökonomischen Gründen nie und nimmer umsetzbar ist. Nur, wieso dann den Mund wässrig machen und ködern? Gerade die Frage nach dem Maß der Computeranimation hat schon kurz nach der ersten Veröffentlichtung mit am meisten interessiert – den Trailer konnte man diesbezüglich eigentlich als Bekenntnis verstehen; die Enttäuschung darüber, nun doch eine holprige, ungelenke und wenig ästhetische Computeroptik in Iron Man zu sehen, ist für alle Interessierten ein ziemlicher Nasenstüber. Fehlt nur noch die PROTON CANNON.

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